Gut zu wissen!

Walliserdeutsch lernt man am besten direkt durch den Kontakt mit den Einheimischen im Alltag. Sprachkurse für Walliserdeutsch gibt es nämlich keine, für Deutsch hingegen gibt es ein breites Angebot. Die Gemeindeverwaltung gibt Auskunft, welche Kurse in der Region vom Kanton unterstützt werden.

Buchtipp

Wallissertitschi Weerter
Alois Grichting, Rottenverlag
1989

Sprache

Reden wie im Mittelalter
Von Amtes wegen wird im Wallis französisch (von Siders rhoneabwärts bis St-Gingloph) oder deutsch (von Siders rhoneaufwärts bis Gletsch) gesprochen. In den grossen Tourismuszentren wie Zermatt, Saas-Fee oder Verbier ist Englisch sehr verbreitet.

Durch den Kontakt mit den vielen internationalen Gästen haben die Walliserinnen und Walliser generell ein offenes Ohr für fremde Sprachen. Besonders stolz sind die rund 80'000 deutschsprachigen Oberwalliserinnen und Oberwalliser aber auf ihren urigen Dialekt, das «Wallisertiitsch». Er ist älter als die meisten Schweizer Dialekte, eine Form des Höchstalemannischen, durch die Nachbarschaft mit punktuellem französischem Einfluss im Vokabular. Das kann ausserhalb des Kantons eine eingeschränkte Verständlichkeit zur Folge haben. Und trotzdem: Die erfolgreichste Mundartsängerin der Schweiz, Sina, singt «Wallisertiitsch». Wohl weil es so schwer verständlich scheint, ist es faszinierend zugleich.

Deutsch-Kurse im Wallis / www.integration-ow.ch
Das Walliserdeutsche im Vergleich / www.walser-alps.eu
Mundartsängerin Sina / www.sina.ch

 

"Wallissertitschi Weerter" für den Alltag

"Wallisertiitsch"

Deutsch

iisch / iinsch

uns

summi

einige/manche

sienta / hienta

manchmal

embrüüf / obschi(g) 

hinauf

emapcha / embricha / embri / nitschi(g)

hinunter

hüerugüet

fantastisch

flät / fleet

sauber

tullu / brillu / flännu / griinu

weinen

hirme / liwwuu

ausruhen

chorru

probieren

antru

imitieren

di Pfyfolttra / di Pfyfolttru

der Schmetterling

där Hopschl / Hopschil

der Frosch

ds Schwingi / ds Gaschi

das Schwein

d Wägschta 

die Schönste

där Botsch

der Junge

ds Mämmi

das Baby

ds Gotti / di Gotta

die Patin

där Getti

der Pate

där Etro

der Onkel

där Frigor

der Kühlschrank

di Guttra

die Flasche

di Pusset

der Kinderwagen

di Poort / di Poorta / ds Tiri 

die Tür

d’Haba

die Klinke

där Schaft

der Schrank

där Tschuggu

der Fels

di Tschiffra / di Tschiffru

die Traghutte

Frontag

Donnerstag

Üstag

Frühling