Gut zu wissen!

Fremdsprachige Kinder haben in der Schule oft eine zusätzliche Hürde zu nehmen, da die Unterrichtssprache nicht ihrer Muttersprache entspricht. Je nach Vorkenntnissen bieten die Schulen ergänzende Angebote an.

Gut zu wissen!

Lehrerinnen und Lehrer sind die ersten Ansprechpartner im Schulsystem. Gibt es Fragen, die über den Unterricht hinausgehen, kann man sich an die Schuldirektion oder die Schulkommission wenden.

Gut zu wissen!

Ab dem Besuch des Kindergartens unterliegen die Kinder der Schulpflicht. Ein Urlaub ausserhalb der Ferienzeiten ist dadurch nicht mehr möglich. Falls wichtige Gründe für eine Abwesenheit vorliegen, kann schriftlich ein Antrag auf Sonderurlaub bei der Schulleitung gestellt werden.

Gut zu wissen!

Die Schülerinnen und Schüler werden ab der 5H benotet. Die Noten gehen von 1 (ungenügend) bis 6 (sehr gut), die Note 4 steht für genügend.

Gut zu wissen!

Das Schweizer Bildungssystem verläuft längst nicht mehr linear. Dank zahlreicher Brückenangebote ist es durchlässig und erlaubt stetige (Weiter-)Bildung und berufliche Umorientierung.

Schule & Bildung

Vielseitig und mehrsprachig
Das Walliser Bildungssystem umfasst alle Stufen von der Grundschule bis zur Fachhochschule in einem dichten Ausbildungsnetz auf kleinem Raum. Kurze Schulwege bieten den Kindern Freiheit, Eigenständigkeit und Sicherheit. Einzig fürs Universitätsstudium zieht es die Walliserinnen und Walliser weg von der Heimat – dank hervorragenden Verkehrsverbindungen in vernünftigen Fahrzeiten. Die Uni Bern etwa erreicht man per Zug in einer Stunde. Im zweisprachigen Kanton wird in Oberwalliser Schulen den Fremdsprachen Französisch und Englisch bereits ab der Grundstufe besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Eine breite Grundausbildung, vielfältige Mittel- und Berufsschulen sowie Erwachsenen- und Weiterbildung: Das Wallis macht Schule!

Stufen des Bildungssystems

Das Bildungssystem der Schweiz ist unterteilt in die Primar-, Sekundar- und Tertiärstufe. Die Primarstufe und die Sekundarstufe I bilden die obligatorische Schulzeit, die neun Jahre dauert. Nach Abschluss der obligatorischen Schule folgt die Sekundarstufe II. Über 50% der Schüler entscheiden sich nach der Schule für eine praktische Berufslehre, die bis zu vier Jahre dauern kann. Die Tertiärstufe umfasst die Hochschulen und die höhere Berufsbildung. Die Schweiz verfügt über universitäre Hochschulen und Fachhochschulen. Die höhere Berufsbildung umfasst die höheren Fachschulen und die Technikerschulen und schliesst mit Berufsprüfungen und höheren Fachprüfungen ab.

Obligatorische Schule

Die obligatorische Schulpflicht beginnt mit 4 Jahren und dauert 11 Jahre. Wenn man mit Kindern im schulpflichtigen Alter ins Wallis zieht, erhält man von der Schuldirektion der Gemeinde ein Anmeldeformular. Auch wenn noch nicht alle Bewilligungen vorliegen, hat jedes Kind Recht auf den Schulbesuch. Die öffentliche Schule geniesst einen ausgezeichneten Ruf, sie ist gemischt und kostenlos. Sie wird in drei Stufen unterteilt, gemäss dem interkantonalen Konkordat HarmoS.

  • 1H und 2H: Auf spielerische Art und Weise wird die Sozialkompetenz der Kinder gefördert und diese auf den Besuch der Primarschule vorbereitet. Der Kindergarten befindet sich oft im Wohnquartier, damit die Kinder ihn zu Fuss besuchen können.
  • 3H bis 8H: Lesen und Schreiben, Mathematik, Lernen einer 2. Landessprache (Deutsch oder Französisch) ab der 5H sowie Englisch ab der 7H, Sporterziehung, Musik, technisches und bildnerischen Gestalten, Mensch und Umwelt, Religion. Die meisten Walliser Gemeinden verfügen über eine Primarschule.
  • 9H bis 11H (Orientierungsschule OS): Zu den oben erwähnten Fächern kommt die Berufsberatung hinzu. Die Orientierungsschule ist oft regional organisiert, die Schülerinnen und Schüler begeben sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Schule.
Schul- und Ferienplan Wallis / www.vs.ch
Dienststelle für Unterrichtswesen / www.vs.ch
Fachagentur ICT und Bildung / www.educa.ch
Schule und Elternhaus / www.schule-elternhaus.ch/

 

Nach der Schulpflicht

Die obligatorische Schulpflicht endet nach 11 Schuljahren oder mit dem vollendeten 15. Lebensjahr. Je nach Wunschberuf und Schulnoten stehen zwei Wege offen: die Berufslehre oder der Besuch einer weitergehenden Schule. Für Jugendliche, die nach dem Ende der obligatorischen Schulpflicht (zwischen dem vollendeten 15. Lebensjahr und dem 21. Lebensjahr) in die Schweiz ziehen und nicht über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen, um eine Ausbildung zu absolvieren, stehen für den Spracherwerb und die Berufsberatung Integrationsklassen bzw. -vorlehren der Berufsfachschule Oberwallis. Für Jugendliche, die nach der obligatorischen Schule keine direkte Anschlusslösung finden, gibt es weitere Brückenangebote.

Amt für Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Oberwallis / www.vs.ch
Integrationsklassen und Integrationsvorlehre / www.berufsbildung-vs.ch
Brückenangebote Wallis / www.vs.ch
Schweizerisches Informationsportal / www.berufsberatung.ch
Berufsbildung & Mittelschulen / www.valais4you.ch
Hochschulen / www.valais4you.ch