Kinderbetreuung

Formen der ausserfamiliären Kinderbetreuung
Dank den Angeboten an familienergänzender Betreuung fällt es den Eltern leichter, ihr Arbeits- und Familienleben zu vereinbaren. Die Kinder werden ab Geburt und bis zum Ende der Primarstufe in eine Struktur eingebunden, die die Kinder in ihrer Entwicklung fördert und beim Lernen unterstützt. Die Betreuungsangebote sind kostenpflichtig. Sind am Wohnort keine solchen Strukturen vorhanden, sollte man sich persönlich bei der Gemeinde erkundigen. Die Gemeinden sind bemüht, geeignete Massnahmen zu ergreifen, um den Zugang zu verschiedenen Kinderbetreuungsangeboten zu gewährleisten.

Kindertagesstätte

In Kindertagesstätten (Kinderkrippen) werden Kinder den ganzen Tag betreut. Die meisten Angebote richten sich an Kinder von 3 Monaten bis zum Eintritt in die Schule. Da die Wartelisten meist lang sind, müssen die Eltern ihr Kind schon sehr früh dafür anmelden. Die Kosten sind je nach Kindertagesstätte und Einkommen verschieden und werden von der Wohngemeinde mitgetragen. Da einige Kindertagesstätten im Gemeindeverbund organisiert und finanziert sind, kann der Standort auch ausserhalb der beteiligten Wohngemeinde liegen.

Ausserschulische Betreuung für Schüler 

Für schulpflichtige Kinder ab 4 Jahren bis zum Ende der Primarschule bieten viele Kindertagesstätten Tagesstrukturen an, landläufig vielfach «Mittagstisch» genannt. Dabei kann man in der Regel auswählen, wann die Kinder betreut werden sollen: Vor oder nach den Schulzeiten sowie in der Mittagspause inklusive Mittagessen. Diese Angebote sind für die Eltern kostenpflichtig. Die Tarife sind oft abhängig vom Einkommen.

Tagesfamilie

Wer seine Kinder in einem familiäreren Rahmen betreut haben will, wendet sich an einen Tageselternverein. Tageseltern betreuen ein oder mehrere Kinder bei sich zu Hause. Die Eltern vereinbaren zusammen mit der Tageseltern-Koordination und der Tagesfamilie, an welchen Tagen und für wie viele Stunden ihr Kind betreut wird. Die Tagesfamilie kann sich auch an veränderte Bedürfnisse anpassen (z.B. bei Kindergarten- oder Schuleintritt oder Veränderungen bei den Arbeitsverhältnissen der Eltern). Im Deutschsprachigen Wallis werden über folgende Kindertagesstätten Tagesfamilien vermittelt:

Spielgruppe und Kinderhort

Viele Kinder besuchen vor dem Schuleintritt eine Spielgruppe. Dort treffen sich Kinder ab ungefähr 3 Jahren (ohne ihre Eltern), um gemeinsam mit einer ausgebildeten Betreuungsperson zu spielen, zu basteln usw. Die Spielgruppe im Sinne eines Lernfelds zum Spielen, kreativ sein und zur Förderung sozialer Kompetenzen bleibt über ein Schuljahr hinweg konstant. Im Gegensatz dazu werden Kinder im Kinderhort ohne Voranmeldung und unregelmässig stundenweise oder halbtags betreut. Die Bedingungen und Tarife unterscheiden sich je nach Angebot. Auskünfte kann die Wohngemeinde erteilen.

Betreuung in Tourismusorten

Viele Tourismusorte bieten die Möglichkeit, Kinder stundenweise oder während fester Zeiten von Fachpersonen betreuen zu lassen. So können die Eltern zum Beispiel eine zusätzliche Skiabfahrt geniessen, während die Kinder gemütlich spielen und basteln. Informationen gibt es in den Tourismuszentren vor Ort.

Kinderbetreuung zu Hause

Ist ein Kind krank oder die Eltern, bietet die Kinderbetreuung des Roten Kreuzes rasch und unbürokratisch Hilfe an. Ein Anruf genügt, damit eine Betreuerin innert kürzester Zeit (vier Stunden nach dem Anruf) nach Hause kommt. Dieses Angebot ist für Babys und Kinder bis zum 12. Lebensjahr. Ausserdem vermittelt das Rote Kreuz auch Babysitter, damit sich Eltern mal einen freien Abend gönnen können.

 

Tagesstrukturen im Oberwallis / www.vs.ch
Kinderbetreuung zu Hause, Rotes Kreuz / www.rotes-kreuz-wallis.ch
Babysitter-Vermittlung, Rotes Kreuz / www.rotes-kreuz-wallis.ch
Familienergänzende Betreuung Wallis / www.vs.ch